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 [110217][NEWS] SARANGHANDA, SARANGHAJI ANNEUNDA von Lee Yoon-ki (berlinale blog)

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BeitragThema: [110217][NEWS] SARANGHANDA, SARANGHAJI ANNEUNDA von Lee Yoon-ki (berlinale blog)   Sa Feb 19, 2011 3:14 am


Ein Mann und eine Frau sitzen im Auto. Er bringt sie zum Flughafen. Sie unterhalten sich. "Willst du Kaffee oder Saft?" - „Kaffee.“

So beginnt KOMMT REGEN, KOMMT SONNENSCHEIN von Lee Yoon-ki. Über 10 Minuten wird in einer einzigen Einstellung eine zunächst belanglose Unterhaltung im Auto beobachtet. Bis sie ihm schließlich eröffnet, dass sie ihn verlassen will.

Was folgt ist eine wunderschön traurige Meditation über die Trennung.

Hauptdarsteller Hyun Bin weist am Ende der Pressekonferenz nicht umsonst darauf hin, dass die Reaktion eines Kinozuschauer sehr stark an dem Gefühl hängt, mit dem er sich in den Kinosessel setzt, denn ohne Zweifel braucht man für den koreanischen Wettbewerbsbeitrag viel Geduld und Aufmerksamkeit.

Der zweite und auch letzte Ort der Handlung in Lee Yoon-ki Film ist das Haus des Ehepaars. Es ist die Zeit vor dem Abschied. Sie packt ihre Sachen, stößt auf Bücher, Tierfiguren, Gewohnheiten und Berührungen, die für die Liebe stehen, die sie nun hinter sich lässt. Lee Yoon-ki lässt sich viel Zeit bei der Beobachtung. Die Einstellungen sind lang, die Dialoge reduziert, es gibt keine Hintergrundmusik. Einzig das Prasseln des Regens zu hören.

Auf der Pressekonferenz erzählen Hyun Bin und Lim Soo-jung wie schwierig es war, so reduziert und zurückgenommen zu spielen. Nicht schreien, nicht weinen, keine Dinge nach dem Anderen werfen - das ganze Waffenarsenal, um den Strang zu einem ehemals geliebten Menschen zu durchtrennen stand ihnen nicht zur Verfügung. Doch die Stille und die kleinen Gesten vor dem Hintergrund des prasselnden Regens sind soviel intensiver als jede groß angelegte Szene. Sie machen es möglich, zu dem vorzudringen, was im Innersten eines Menschen passiert, wenn man sich von einem Menschen trennt.

KOMMT REGEN, KOMMT SONNENSCHEIN ist Lee Yoon-ki vierter Film auf der Berlinale. Seine bisherigen Filme MY DEAR ENEMY, NOCH EINMAL SEHEN und THIS CHARMING GIRL hat er mit Erfolg in der Sektion Forum präsentiert. In seinem ersten Wettbewerbsbeitrag zeichnet er mit großer Genauigkeit und Detailliertheit in Bild wie Tonkomposition eine Situation nach, die Teil der meisten „modernen“ Liebesbeziehungen geworden ist. Er zeigt, dass Gefühle und der Umgang mit Ihnen etwas sehr internationales und ortsunabhängiges haben. KOMMT REGEN, KOMMT SONNENSCHEIN steht daher völlig zu Recht im Wettbewerb.

Nicht alle Kritiker mögen das so sehen. Aber jeder, der eine Kritik zu diesem Film liest, sollte bedenken, dass fast alle Kritiker KOMMT REGEN, KOMMT SONNENSCHEIN am 8. Festivaltag um 9.00h morgens angesehen haben und wie Hyun Bin sagte: „Es kommt darauf an mit welchem Gefühl sich der Kinozuschauer vor Beginn der Vorstellung in den Kinosessel setzt.“

von Andreas Tai

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